20. August 2015

Mit der jungen Fotografin Joy Dana im Interview

Fotokunst von Kindesbeinen an

Ihre Bilder sind voller Emotionen und Action, lassen den Betrachter direkt mitfiebern: Joy Dana, die junge deutsche Fotografin, bleibt vor allem durch ihre ausdrucksstarke Konzertfotografie im Gedächtnis.

Bereits mit 14 Jahren begann Joy mit der Konzertfotografie und lichtete Musikkünstler mit Vorliebe ab. Jedes ihrer Bilder spiegelt das Eventfeeling wieder, die ausgelassene Stimmung ist förmlich spürbar. Mit der Zeit nahm Dana auch die Porträt- und Werbefotografie in ihr Portfolio auf – Ihr Herz schlägt jedoch vorwiegend für das Fotografieren auf Konzerten. Für euch haben wir Joy Dana einmal näher unter die Lupe genommen!

About Joy

Joy, bereits mit 14 Jahren hast du deine ersten Konzerte fotografiert. Wie kam es denn dazu?

Joy: Ich weiß leider nicht mehr genau wie ich darauf kam Konzerte zu fotografieren, es ist irgendwie einfach so gekommen. Angefangen hat jedenfalls alles bei meiner damaligen Lieblingsband aus Finnland, bei der ich glücklicherweise einen Fotopass bekam. Danach wollte ich einfach nicht mehr aufhören und so wurden es immer mehr und mehr. Es war jedoch anfangs nicht einfach, mein Papa musste zu den Konzerten mit, da ich ja erst 14 war.

Einfach machen – Kamera schnappen und loslegen!

Welche Tipps würdest du Anfängern mit auf den Weg geben, die sich insbesondere für die Konzertfotografie interessieren?

Joy: Einfach machen – Kamera schnappen und loslegen! Vielleicht erst einmal bei kleineren Konzerten anfragen und dort ein paar Fotos schießen. Bei den kleinen, schlecht beleuchteten Konzerten, lernt man am Besten und weiß sich später dann besser zu helfen. Man muss sich einfach langsam alles erarbeiten und in die Konzertfotografie herein finden.
Teures Equipment muss zu Beginn nicht sein. Ich habe mit einer 400D und dem 50mm 1.8 die ersten 2 Jahre fotografiert. Grundkenntnisse sollten jedoch schon vorhanden sein.


Quelle: Joy Dana

Quelle: Joy Dana

Quelle: Joy Dana

Marylin Manson, Passenger, Materia – du hattest schon viele bekannte Künstler vor der Linse. Auffällig ist auch, dass sie alle aus verschiedenen Musikbereichen stammen. Gibt es Unterschiede beim Fotografieren von Rock- und Pop-Konzerten?

Joy: Ich persönlich muss sagen, dass ich da keinen großen Unterschied sehe. Jeder Künstler ist auf seine eigene Art und Weise ganz anders zu fotografieren. Da kommt es nicht wirklich auf das Genre an. Das Publikum ist anders und die Stimmung. Aber im Endeffekt ist jedes Konzert einzigartig.

Mit einigen Bands warst du für Porträtaufnahmen auch im Studio oder am Außenset. Bereitest du dich auf solche Shootings gezielt vor und recherchierst zum Beispiel Locations oder musst du dich eher nach den Vorgaben und Wünschen der Künstler richten?


Stu Larsen - Joy Dana
Quelle: Joy Dana

Joy: Ich überlege vorher immer welches Lichtsetup ich aufbauen möchte und welches Equipment ich dazu benötige. Immer dabei habe ich mein Hintergrundsystem, Stative und Blitze. Wie ich gemerkt habe bringt es relativ wenig, vorher genau zu planen wo es stattfinden soll, es läuft nur selten alles nach Plan. Deshalb mache ich das meist ganz spontan. Wenn der Künstler genaue Vorstellungen hat klappt es meist eher eine feste Location einzuplanen. Es kommt auch ganz darauf an, wie viel Zeit für die Shootings bleibt, teilweise sind das nur wenige Minuten die ich dafür vor der Show Zeit habe.

Bei Konzerten ist die Stimmung ja meistens ziemlich ausgelassen und Arme sowie Beine fliegen förmlich durch die Gegend. Hast du schon einmal etwas von deinem Equipment eingebüßt?

Joy: Oh ja! Wirklich zu Schaden gekommen ist bei mir zum Glück noch nichts. Wenn es keinen Fotograben gibt und ich mich dann irgendwann in einer pogenden Masse wiederfinde habe ich jedoch schon immer Angst um meine Kamera. Nicht selten kommen einem da mal Arme oder Beine entgegen. In solchen Situationen muss man einfach gut aufpassen.

Bei so vielen Konzerten fragen wir uns natürlich, ob es für dich ein Ereignis oder einen Moment gab, der unvergesslich war?

Joy: Es gibt wirklich viele ganz tolle Momente. Mein absolutes Highlight bisher war Rock’n’Heim im letzten Jahr, der Auftritt der Donots. Bei dem haben sie alle Fotografen auf die Bühne geholt, dort standen wir dann einen Song lang mit oben. Das war ein wirklich einzigartiges Gefühl. Außerdem ist da auch eines meiner Lieblingsfotos entstanden, vom Frontmann. Seitdem bin ich auch absoluter Donots-Fan!


Donots - Joy Dana
Quelle: Joy Dana

Wollt ihr mehr über Joy erfahren? Klickt euch doch einfach einmal auf ihre Website oder besucht ihr Facebookprofil!



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