30. April 2014

Babyfotografie – Tipps für schöne Babyfotos

So fotografierst Du Babys und Kleinkinder

Fotokurs für Einsteiger

Das sind Erinnerungen: Ein Baby sorgt immer für Aufregung, Veränderung und „Action“, die wir einfach in Fotos festhalten müssen! Es gibt kaum ein Ereignis im Leben, welches wichtiger wäre, als dieses kleine, neue Leben. Doch die Fotografie von Babys ist eine Herausforderung. Sehr sensibel muss das Zusammenspiel der Eltern mit dem Baby stattfinden. Wir haben für Dich die sieben wichtigsten Tipps und Tricks herausgestellt, für perfekte Aufnahmen des liebsten, kleinen Wesens.

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Schwierigkeitsgrad: 2 von 6
Bildmaterial: Eigenes
Themen: Mama, Licht, Gestellt, Natürlich, Makro, Beziehungen, Hintergrund, Entwicklung

Babyfotografie-Tipp #1: Mama im Einsatz

Arbeite immer mit der Mutter zusammen. Die Verantwortung für das Kind sollte während des Shootings in ihren Händen liegen. Du hast genug mit der Technik, dem Licht und dem Bildausschnitt zu tun. An ein „Posing“ ist natürlich nicht zu denken, aber Du kannst die Mutter fragen, ob diese oder jene Position vielleicht möglich wäre. Sie weiß auch ganz genau, welche „Locations“ im Haus ein gutes Motiv ergeben. Frage auch, ob sie verschiedene Kleidungsstile oder die Aufnahme mit nackter Haut umsetzen möchte. Plane genug Zeit ein (mindestens zwei Stunden) und bringe genügend Geduld für alle Seiten mit. Sorge damit für eine friedvolle Stimmung während des Shootings.

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Babyfotografie-Tipp #2: Licht

Gerade bei Neugeborenen ist der Einsatz eines Blitzes Tabu. Die Augen sind noch viel zu sensibel und der plötzliche, starke Blitz könnte ihnen schaden. Arbeite besser mit dem verfügbaren Licht, etwa in der Nähe eines großen Fensters. Die Sonne bietet da eh das schönste, warme Licht. Ist das Baby schon zwei, drei Monate alt, so kannst Du den Blitz zur Decke gerichtet einsetzen. Das somit indirekte Licht ist gerade noch verträglich. Ich habe auch schon Eltern gesehen, die ein Gummiband und ein Taschentuch genutzt haben, um den Blitz diffuser zu gestalten.

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Babyfotografie-Tipp #3: Gestellt oder natürliches Foto

Neugeborene schlafen den größten Teil des Tages. Da sind also nur Positionen möglich, welche das Kind liegend zeigen, wobei die Vogelperspektive sehr ansprechende Ergebnisse erzielen kann. Allemal wird das Baby kaum Rücksicht nehmen, sondern nur an die Befriedigung seiner Bedürfnisse denken. So muss der Fotograf einfach mit der gegebenen Situation spielen und eben das schlafende, stillende, gähnende oder schreiende Kind einfangen. Dieses Verfolgen der Situation hat einen dokumentarischen Stil, wirkt also echter als das gestellte Foto, bei dem das Baby in Position gerückt wird.

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Babyfotografie-Tipp #4: Makro

Achte auf die kleinen Feinheiten, wie etwa die Finger, welche die Decke leicht halten oder die kleinen Füßchen, die darunter hervor schauen. Ist das Baby wach, so können auch die unschuldigen, großen Augen ein schönes Motiv ergeben oder das kleine Ohr oder der süße Mund. Sei bei der Aufnahme leise, lächle viel und rede sanft auf das Baby ein. Begib dich auf die Ebene des Kindes und für die zarten, intimen Aufnahmen auch sehr nah an dein kleines Model. Gerade bei Makroaufnahmen wirken Schwarzweiße-Versionen besonders wertig. Probiere es bei deinen Motiven aus.

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Babyfotografie-Tipp #5: Beziehungen

Jeder freut sich über das neue Baby, seien es die Eltern, Oma und Opa oder die Patentante. Besonders spannend ist auch das Einfangen der Beziehung der Geschwister. Auch die Abbildung der Generationen, von Oma, über Mama bis hin zum Enkel bietet ein herzerwärmendes Motiv. Schön ist da auch die Situation des Badens, bei der sich das Baby zumeist sehr wohl und entspannt fühlt und auch die Geschwister ihren Spaß haben. Hier muss der Fotograf sehr viele Fotos machen, da die schönsten Momente nur einen Augenblick dauern werden.

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Babyfotografie-Tipp #6: Hintergrund

Bevorzuge einen ruhigen, eher einfarbigen Hintergrund. Im Studio ist dieser immer vorhanden, im Haushalt könnte es das Bett der Eltern sein oder die weiße, flauschige Kuscheldecke im Wohnzimmer. Übrigens können einige Handtücher dabei helfen, die Decke in Position zu bringen und so ein kleines Nest für das Baby zu schaffen. Gerade bei Neugeborenen ist es wichtig, dieses mit einem weiteren Element, wie etwa einen Bären oder einem Schnuller zu fotografieren, um die Größe (bzw. die Winzigkeit) ins Verhältnis zu setzen. Hände von Mama und Papa bieten da auch ein gutes Maß zum Vergleichen an.

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Babyfotografie-Tipp #7: Entwicklung

Es ist wirklich unglaublich, wie schnell sich ein Baby entwickelt. Das Neugeborene mit den geschlossenen Augen und der schrumpeligen Haut, dann das kleine Baby mit geöffneten, großen Augen und Händen, die nach Allem greifen, einen Moment später das krabbelnde Kind, die ersten Zähne, die ersten Schritte … fortlaufend sorgt die Entwicklung des Babys für neue Motive. Denken wir noch um Jahre weiter, könnte das eine faszinierende Serie der Entwicklung vom Baby zum Kleinkind, vom Kind zum Teenager werden. Natürlich hat jede Familie solche Fotos im Album, aber unser Anliegen ist es, die Entwicklung bewusster aus Sicht des Fotografen zu begleiten. Übrigens könnte ein größeres Stofftier Partner des Kindes bei den Aufnahmen sein. Daran lässt sich perfekt ablesen, wie schnell sich die Größe des Kindes ändert.

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Weiterführende Links

Kinder natürlich fotografieren

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Baby Fotoshooting selbst gemacht

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Ihr Baby im richtigen Licht

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Einzigartige Babyfotografie

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Babyfotografie selber machen – Marcusfotos.de

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PURE BABY – Liebevolle Babyfotografie

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3 Kommentare zu:

Babyfotografie – Tipps für schöne Babyfotos

  1. Brigitte

    Süße Bilder und gute Tipps! Unser kleines Shooting mit unserem Kleinen steht am Wochenende an und ich hoffe dass er Spaß haben wird. Dann sehen die Bilder auch süßer aus ;-)
    Die Bilder werden dann mit Karten von Smartekarte an alle verschickt, damit sie sehen können wie fotogen wir doch jetzt als komplette Familie sind!

  2. Antonio Di Nunzio

    Hallo, zuerst einmal ein großes Lob für die ausführliche Beschreibung zum Thema Babyfotografie. Habe soeben den kompletten Blog durchgelesen. Obwohl ich mich schon länger mit der Baby- und Neugeborenenfotografie beschäftige, war trotzdem die ein oder andere Information und guter Tipp dabei, den ich Zukunft beachten und mit einbeziehen werde. Vielen Dank für die hilfreichen Tipps! Weiter so!

  3. Pingback: Fast wie beim Fotografen: Babyshooting selber machen | yourfoto.de

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