16. Juli 2015

7 Tipps und Tricks zur Gestaltung eines Plakates

Einfache Regeln für tolle Ergebnisse

Poster oder Plakate gelten als die visuelle Umsetzung von Informationen. Auf nur einen Blick muss die Aussage klar ersichtlich sein. Wer also ein Sommerfest, ein Konzert, eine Party oder andere Veranstaltungen bewerben möchte, sollte bei der Gestaltung eines Plakates die hier vorgestellten Tipps und Tricks der Designprofis beachten. So gelingt ein cooles Plakatdesign kinderleicht!

Urheber: Ozerina Anna

Informationen

Schwierigkeitsgrad: 1 von 6
Bildmaterial: Eigene Bilder, Grafiken
Themen: Grundlagen, Aufmerksamkeit, Aufbau, Symmetrie, Test

Plakat-Gestaltungstipp #1: Grundlagen

Bevor es so richtig kreativ wird, müsst ihr euch eines bewusst sein: Ihr gestaltet ein Plakat für den Druck. Deshalb setzt ihr das Plakat in genau der Größe um, die später auch gedruckt werden soll. So ist 420 mm x 594 mm bei einer Auflösung von 300 dpi beispielsweise ein sehr gängiges Format. Die Informationen dazu bietet euch auch unser Online-Tool praktischerweise gleich mit an, so dass ihr nur noch die gewünschte Größe auswählen und euch für ein Hoch- oder Querformat entscheiden müsst.

In einer Bildbearbeitungssoftware, wie etwa Photoshop Elements oder dem kostenlosen Online-Bildbearbeitungsprogramm Pixlr, geht ihr zunächst auf Datei > Neu, um die typischen Maße einzugeben. Ein leichter, aber für die weiteren Schritte und der Qualität der Plakate sehr wichtiger Schritt ist damit bereits erledigt.

Übrigens ist es oft einfacher und schneller, dass Plakat zunächst auf einem Stück Papier zu zeichnen, um seine Wirkung zu verstehen! Ein wenig „scribbeln“ mit dem Bleistift geht einfach leichter von der Hand und weckt in euch sicherlich noch die ein oder andere Idee!

Plakat-Gestaltungstipp #2: Aufmerksamkeit erregen

Ein Plakat soll natürlich von Außenstehenden bemerkt werden. Stellt euch den Autofahrer vor, der gerade an einer roten Ampel hält. Da bleibt nicht viel Zeit, um Neugierde zu wecken und um dann auch noch die nötigen Informationen zu übertragen. Oft werden deshalb große Überschriften gewählt und eher einfache, grafische Elemente eingesetzt, um „gleich zur Sache zu kommen“.

Ein Foto würde in diesem Falle zu viel Unruhe schaffen und zeigt zu viele kleine Elemente, die ein schneller Blick kaum erfassen kann. Grelle Farben oder Provokationen sind auch oft im Einsatz,genauso oft aber unpassend gewählt, so dass die Aufmerksamkeit eher negativ ausfällt.

Urheber: Ozerina Anna

Plakat-Gestaltungstipp #3: Einfach und reduziert

Minimalistisch ist das Schlagwort! Haltet euer Design daher ganz einfach und lasst ruhig auch etwas Raum ganz ohne Text oder Grafik stehen, den sogenannten „White Space“. Zu viel Text ist nämlich auch keine gute Idee. Konzentriert euch besser auf die wichtigsten Informationen: Was, Wann, Wo und weitere Informationen, die dann aber auch schon etwas kleiner dargestellt werden. Kaum jemand wird sich die Zeit auf der Straße oder in einem Laden nehmen, um Zeile für Zeile ein „halbes Buch“ zu lesen. Kommt also schnell auf den Punkt!

Plakat-Gestaltungstipp #4: Logischer Aufbau

Die Abfolge der Informationen erfolgt zumeist hierarchisch. Die erste und größte Überschrift beinhaltet die wichtigste Informationen, danach folgen weitere Daten die auch relevant sind, aber eben nicht ganz so wichtig. Klingt logisch und ist es auch, da die Augen des Betrachters von oben, links zur unteren, rechten Ecke wandern.

Urheber: Ozerina Anna

Plakat-Gestaltungstipp #5: Symmetrischer Aufbau

Symmetrie sorgt automatisch für die nötige Ordnung und so auch für die gewünschte Übersicht. Stellt euch einfach vor, ihr würdet das Plakat in der Mitte falten. Auf beiden Seiten sollten etwa gleich viele Elemente angeordnet sein. Fast so, also ob eine Seite auf die andere gespiegelt wurde. Natürlich könnt ihr diese Regel auch brechen, um etwa ein ganz wichtiges Element herausstechen zu lassen. Wir haben hierfür ein kleines exemplarisches Beispiel mitgebracht:

Plakat-Gestaltungstipp #6: Wenige Farben

Definiert für die Gestaltung am besten wenige Farben, um neben dem eher minimalistischen Aufbau ergänzend auch nur zwei bis drei Farbtöne einzusetzen. Vermeidet dabei Farbkombinationen, die sich „beißen“, wie etwa roter Text auf blauem Hintergrund. Beachtet auch, dass Farbblindheit es schwierig macht, Rot und Grün zu unterscheiden. Weiß oder Pastelltöne eignen sich besser als Hintergrundfarbe, als dunkle Flächen.

Urheber: Ozerina Anna

Plakat-Gestaltungstipp #7: Testet euren Entwurf

Perfekt ist der Versuch, dass ausgedruckte Plakat einmal aus einigen Metern Entfernung anzusehen. Beim Selbstversuch fällt dann schnell auf, ob vielleicht ein Schriftzug viel zu klein gestaltet wurde oder ob die gewählte Schriftart zu verspielt ist, um bei einem flüchtigen Blick gelesen zu werden. Testet auch, ob Informationen fehlen. Könnte vielleicht eine Website genannt oder ein QR-Code integriert werden? Seid ihr zufrieden, so sendet das Ergebnis an Freunde, Kollegen und Verwandte, und bittet um eine ehrliche Kritik. Oft werden erst dann Tippfehler entdeckt oder jemand hat noch eine ergänzende Idee, um das Ergebnis noch etwas aufzuwerten.

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2 Kommentare zu:

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