1. Dezember 2016

Photoshop für Einsteiger – Teil 3: Erste Tools aus Photoshops Werkzeugkasten

Gezielte Bildaufwertung leicht gemacht

Entdeckt hier auch Teil 1: Erste Schritte nach dem Start und Teil 2: Schritt für Schritt zu noch schöneren Aufnahmen!

Beziehen sich Photoshops Korrekturen noch auf das gesamte Bild, ermöglichen die Auswahlwerkzeuge eine Einschränkung auf einen Teilbereich. So können Details gezielt optimiert werden. Auch das Zurechtschneiden ist ein Kinderspiel, erste Retuschen durch Kopieren oder das gezielte Weich- und Scharfzeichnen.

Urheberrecht: Sofia Zhuravetc
Informationen

Schwierigkeitsgrad: 1 von 6
Ziel: Werkzeuge einsetzen
Themen: Verschieben, Auswahlwerkzeuge, Freistellen, Kopieren, Verläufe

Photoshop-Grundlagen #1: Verschieben und positionieren

Mit dem Verschieben-Werkzeug können freistehende Bildelemente angeklickt und durch Halten und Ziehen leicht neu positioniert werden. Ist das Werkzeug aktiv, so kann ein Element Pixel für Pixel über die Pfeiltasten verschoben werden. Auch zum Ziehen eines Fotos in ein anderes Dokument ist es gedacht: Dazu wird ein Dokument aus der Reiteransicht herausgezogen, dann in die Mitte des Dokumentes geklickt und der Inhalt per „Drag & Drop“ in das andere Dokument verschoben.

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Jedes Werkzeug präsentiert in der Optionsleiste verschiedenste Einstellungsmöglichkeiten. Diese wechseln je nach gewähltem Werkzeug, wie hier zu sehen:

Bei dem Verschieben-Werkzeug könnte die jeweils angeklickte Ebene auch automatisch gewählt werden, statt einer Ebene die Gruppe und etwa auch Transformationssteuerungen eingeblendet werden, um ein Bildelement leichter in der Form anzupassen. Es gibt also pro Werkzeug viel zu entdecken, wobei wir uns hier auf die wichtigsten Anwendungsfälle konzentrieren.

Photoshop-Grundlagen #2: Bildelemente grob selektieren

Oft verstecken sich weitere Werkzeuge hinter einem sichtbaren Werkzeug, was an dem kleinen Pfeil in der rechten, unteren Ecke deutlich wird. Ein längeres Klicken oder aber ein Rechtsklick offenbart dann die Optionen. Beim zweiten Werkzeug etwa überdecken sich die Werkzeuge Auswahlrechteck und Auswahlellipse, sowie Einzelne Zeile und Einzelne Spalte.

Durch Klicken und Ziehen können damit im Dokument einfache geometrische Formen (eben rechteckige und ellipsenförmige Bereiche) selektiert werden. Durch Halten der Umschalttaste bilden die Werkzeuge kreisförmige bzw. quadratische Auswahlen.

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Besteht eine Auswahl, so kann bei gehaltener Umschalttaste dieser etwas hinzuaddiert werden, bei gehaltener Alt-Taste wird dagegen ein Bereich subtrahiert. Darunter überdecken sich die Werkzeuge Lasso, Polygon-Lasso sowie Magnetisches-Lasso. Mit dem Lasso wird die Auswahl Freihand gezeichnet, mit dem Polygon-Lasso Klick für Klick erstellt (wobei der zuerst gesetzte Punkt zum Schließen wieder angeklickt werden muss) und mit dem Magnetischen-Lasso entlang einer klar ersichtlichen Kante gemalt.

Photoshop-Grundlagen #3: Farbbezogene Auswahlen

In Fotos sind eher selten so klare geometrische Formen enthalten. Weitaus öfter habt ihr es mit feineren Strukturen zu tun, die im besten Fall auf einem einfarbigen Hintergrund liegen. Dann kann dieser mit dem Zauberstab-Werkzeug angeklickt werden. Damit wird die Farbe aufgenommen und bis zu einer in der Optionsleiste festgelegten Toleranz ähnliche Farbtöne mit ausgewählt. Soll genau der andere Teil des Bildes selektiert sein, so reicht dazu ein Klick auf Auswahl > Auswahl umkehren oder auch das Tastenkürzel Umschalt+Strg+I.

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Nun liegen nicht alle gewünschten Bildelemente auf einfarbigen Hintergrund vor. Vielmehr sind sehr farbenfrohe Hintergründe mit tausenden Farben normal. Und auch dazu gibt es ein passendes Werkzeug: das Schnellauswahlwerkzeug. Damit werden Bereiche übermalt, die selektiert werden sollen. Die Größe der Werkzeugspitze definiert die Feinheit der Umsetzung (wobei sich die Spitze in der Optionsleiste ändern lässt). Beim Übermalen des gewünschten Bereiches versucht Photoshop dann zusammengehörende Flächen anhand der Farben und Konturen zu erkennen. Über gedrückte Alt-Taste können schnell unerwünschte Stellen von der Auswahl subtrahiert werden.

Urheberrecht: Kevin George

Photoshop-Grundlagen #4: Fotos zurechtschneiden

Stimmt das Motiv, aber der Bildausschnitt noch nicht, so kommt das Freistellungswerkzeug zum Einsatz. Damit wird der gewünschte Bereich im Bild aufgezogen (Drag & Drop) oder aber einmal geklickt, um dann die Greifpunkte an den Seiten neu zu setzen. Steht der neue Ausschnitt fest, so reicht ein Doppelklick in das Dokument, um die Freistellung umzusetzen. Ich lasse in der Optionsleiste „Außerhalb liegende Pixel löschen“ deaktiviert, um auch nach dem ersten Zuschneiden die anderen Bildbereiche doch noch zu erhalten. So kann bei einem zweiten Einsatz des Werkzeuges dieses sogar über den Bildrand hinaus verschoben werden.

Urheberrecht: Scorpp

Photoshop-Grundlagen #5: Bilder gerade ausrichten

Steht der Hintergrund eindeutig schräg, so könnte ebenso mit dem Freistellungswerkzeug gearbeitet werden. Dieses präsentiert ein Raster im Einsatz, das in der Optionsleiste sogar noch geändert werden kann, über den Button mit dem schönen Namen „Überlagerungsoptionen für das Freistellungswerkzeug festlegen“. Da sich das Raster auch drehen lässt, in ein gerades Ausrichten schnell erledigt. Wobei es dafür aber auch spezielle Werkzeuge gibt.

Urheberrecht: Iakov Kalinin
So liegt in der Optionsleiste eine Wasserwaage bereit und auch das Linealwerkzeug, das sich hinter der Pipette versteckt, kann die Ausrichtung vornehmen. Mit beiden Werkzeugen wird eine Linie entlang des Horizonts gezogen. Beim Freistellungswerkzeug sorgt dann der Doppelklick für das Freistellen, beim Lineal ein Klick auf den Button „Ebene gerade ausrichten“ in der Optionsleiste.

Photoshop-Grundlagen #6: Kopier- und Musterstempel

Der Kopierstempel kopiert einen zuvor definierten Bereich. Dieser wird bei gedrückter Alt-Taste angeklickt. Dann wird über die Stelle im Bild gemalt, die retuschiert werden soll. Beim Malen bewegt sich die zuvor gesetzte Quelle und das Ziel synchron mit. Der gesetzte Abstand und Winkel bleibt also zunächst erhalten. So war es hier ein Leichtes, die unerwünschte Reflexion mit kopiertem Material zu überdecken.

Urheberrecht: welcomia
Die Quelle kann auch während der Bearbeitung jederzeit wieder neu gesetzt werden, indem sie bei gehaltener Alt-Taste angeklickt wird. In der Optionsleiste lässt sich die Deckkraft regeln, um mit einer weicheren, halb durchsichtigen Kopie zu malen. An gleicher Stelle wie der Kopierstempel ist auch der Musterstempel zu entdecken. Für diesen wird in der Optionsleiste ein Muster ausgewählt und damit gemalt. Flächige Bereiche lassen sich so auffüllen.

Photoshop-Grundlagen #7: Flächen füllen

Dazu gibt es natürlich Alternativen, wie etwa das Füllwerkzeug. Bis zu einer (in der Optionsleiste) festgelegten Toleranz wird die angeklickte Farbe und ähnliche Farben Drumherum mit der Vordergrundfarbe aufgefüllt. Hier wurde das Holz bei einer Toleranz von 32 angeklickt. Bei einer sehr hohen Toleranz wäre dagegen das ganze Dokument weiß gefüllt.

Urheberrecht: Igorsky
Mit dem Verlaufswerkzeug sind etwa lineare, kreisförmige oder rautenförmige Verläufe möglich. In der Optionsleiste ist der aktuelle Verlauf zu sehen. Dieser kann angeklickt und die Farben bearbeitet werden. So wurde hier ein radialer Verlauf von Schwarz zu weiß innerhalb einer runden Auswahl erzeugt.

Weiterführende Anleitungen für den Einsteiger

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2 Kommentare zu:

Photoshop für Einsteiger – Teil 3: Erste Tools aus Photoshops Werkzeugkasten

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